Revolutionär Sozialistische Organisation

Tarifrunde in den Ländern: "Kein Geld" haben wir auch!

Sonntag 6. März 2011

Die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes (ver.di, GEW, GdP und dbb) haben Recht, jetzt trotz der hohen Schulden der Bundesländer einen Sockelbetrag von 50 € mehr Lohn und eine 3%-Gehaltserhöhung zu fordern. Schließlich sind nicht nur die Länder knapp bei Kasse, sondern auch viele der Beschäftigten in Landeskrankenhäusern, Autobahnmeistereien oder Schulen. Und die Schulden der Länder oder die in die Verfassung geschriebene „Schuldenbremse“ haben die Länder nicht gehindert, Milliarden für die Bankenrettung oder Prestigeprojekte wie das Berliner Stadtschloss auszugeben.

In den Schulen geht es auch darum, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt wird. Der große Lehrermangel führt nicht nur zu Unterrichtsausfall, sondern es werden auch Quereinsteiger und befristete Vertretungen eingestellt. Diese Kollegen arbeiten genauso viel wie ihre verbeamteten Kollegen – und haben im Monat gut 600 Euro weniger in der Tasche. Die Lehrergewerkschaft GEW fordert daher eine neue Eingruppierung für angestellte Lehrer.

Außer in Hessen und Berlin – deren Regierungen die Tarifgemeinschaft verlassen haben, weil sie ihren Beschäftigten noch weniger zahlen wollten – haben sich Zehntausende an Warnstreiks beteiligt. Nun wird wieder verhandelt, aber eine Lohnerhöhung, die den Namen wert war, ist noch nie in Hinterzimmern zustande gekommen.


Marx
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