Revolutionär Sozialistische Organisation

Nicht für die Schule, für das Leben lernen!

Montag 6. Juni 2011

Für Donnerstag den 9. Juni rufen in Berlin GEW, Landeselternausschuss und Schülervertretung zum gemeinsamen Protest auf. In der Vergangenheit haben alle drei Gruppen oft einzeln gegen die Misere an den Schulen protestiert. Diesmal ziehen sie an einem Strang.

„Eine bessere Schule in Berlin“ ist das Motto und allen ist klar, dafür muss mehr Geld und Personal her! Die Berliner Schulen pfeifen auf dem letzten Loch. Durch Schulreformen wie Abitur nach 12 Jahren und immer mehr Vergleichsarbeiten ist die Arbeitsbelastung für SchülerInnen und LehrerInnen enorm gestiegen. Die Folgen sind neben schlechtem Unterricht auch immer mehr ausgebrannte und kranke Lehrkräfte. 1.283 von 23.218 LehrerInnen fehlen in diesem Schuljahr für den Unterricht, die meisten von ihnen sind dauerkrank. Mehr als jede 10. Unterrichtsstunde muss vertreten werden oder fällt ganz aus.

In Berlin wird seit Jahren (nicht nur) im Bildungsbereich gespart. Dabei heißt es immer, Berlin sei pleite. In der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt ist natürlich mehr als genug Geld vorhanden. Doch das bleibt in den privaten Taschen der Superreichen, die immer mehr davon scheffeln. Das Land Berlin hingegen gibt genau so viel Geld an Zinsen für Bankkredite aus, wie für das gesamte Schulwesen: über 6,9 Mio. Euro jeden Tag!

In Berlin läuft es im Kleinen wie in Griechenland oder Spanien im Großen: Die Bevölkerung soll die Zeche zahlen für eine Schuldenkrise, an der das kapitalistische System schuld ist. Lasst uns daher von den Protesten in anderen Ländern lernen!


Marx
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