Revolutionär Sozialistische Organisation

Atomausstieg ohne Atomausstieg

Montag 6. Juni 2011

Die Regierungsparteien winden sich. Aber wegen der kommenden Wahlen kommen sie nicht um ein fernes Datum für den Ausstieg herum. 2022, eine Zahl wie aus einem Sciene-fiction-Film. Und nach den Regierenden soll der Atomausstieg „fiction“ sein und bleiben - noch gestern waren sie alle dagegen! Sie werden viele Haken in den Ausstieg einbauen. Und ganz sicher weiterhin hohe Gewinne und Garantien für die Stromkonzerne!

Aber wir Menschen haben noch ein grundsätzlicheres Problem. Merkt denn niemand, wie Atomausstieg und Kapitalismus sich gar nicht gut miteinander vertragen? Die Energiekonzerne halten an der Atomkraft fest - und das weltweit. Warum muss unsere Energieversorgung, deren Sicherheit und deren Planung privaten Profithaien wie TEPCO in Japan überlassen werden, oder hier den kein bisschen besseren EON, Vattenfall & Co.? Auch nach einem Ausstieg wird Deutschland von Atomkraftwerken umgeben sein wie ein kleines gallisches Dorf von Römerlagern!

So wie in der Energiepolitik, behindern auch in anderen Bereichen die Profitinteressen von Kapitalisten eine schnellere und breitere Anwendung von fortschrittlichen Technologien. Beispielsweise günstige Medikamente und gute öffentliche Transportsysteme für alle Menschen auf dieser Welt? Nein danke, kein Interesse...

Der Atomausstieg wäre am konsequentesten zu erreichen durch eine internationale gesellschaftliche Kraft, die sich von Konzernen nicht erpressen lassen KANN. Weil sie deren Gewinnstreben als Ganzes in Frage stellt und bereit ist, eine Welt frei von Konzerninteressen zu organisieren...


Marx
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