Revolutionär Sozialistische Organisation

Horst Köhlers Monstershow

Dienstag 20. Mai 2008

Angesichts der aktuellen Finanzkrise schlug Bundespräsident Horst Köhler ungewohnte Töne an: Die Finanzmärkte seien ein „Monster, dass in seine Schranken gewiesen werden muss.“ Dabei hat er doch als ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds das „Monster“ kräftig mit hochgepäppelt.

Die Finanzkrise, die in Folge der geplatzten Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt seit gut einem Jahr die Weltwirtschaft durcheinander bringt, hat es in sich: Banken und Versicherungen mussten bereits gut 225 Mrd. $ an Verlusten abschreiben, in den USA haben in den ersten drei Monaten des Jahres 230.000 Menschen ihre Arbeit verloren. Die Staaten stabilisieren mit Milliarden an Steuergeldern bankrotte Banken oder kaufen sie sogar auf. Wenn der Staat so massiv eingreift, sichert er nicht nur Profite – er versucht auch, das Übergreifen der Finanzkrise auf andere Bereiche einzudämmen. Denn die Finanzmärkte, die Banken und Aktienmärkte lassen sich vom Kapitalismus als Gesamtsystem nicht trennen. Für jede Firmenübernahme aber auch für kurzfristige Kosten werden Kredite gebraucht – verleihen die Banken das Geld zu teuer, stockt es überall.

Das „Monster Finanzmarkt“ ist das Kind des Riesenmonsters Kapitalismus. Mit solchen Monstern ist nicht zu spaßen. Monster zähmt man nicht, man beseitigt sie!


Marx
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