Revolutionär Sozialistische Organisation

Spitzelei bei Lidl, Plus und Edeka

Dienstag 22. April 2008

Bei Lidl hat sich das Management monatelang für alles interessiert, was keinen Chef etwas angeht. Zum Beispiel, wer wie oft auf Toilette geht oder was Mitarbeiter A über Mitarbeiter B denkt. Die Hilfsmittel: Kameras und Mikrofone. Nachdem der „Stern“ Ende März diese Spitzeleien aufgedeckt hat, wurden auch bei Plus und Edeka solche Fälle bekannt. Sie unterscheiden sich von Lidl nur dadurch, dass sie nicht flächendeckend vorkommen. Miese Methoden bei Lidl gegen ihre Mitarbeiter sind schon lange bekannt. Allerdings sind die nun bekannt gewordenen Dinge nicht mehr wie sonst oft im „grauen Bereich“, sondern offen kriminell. Lidl und die anderen Konzerne werden solange kaum zur Rechenschaft gezogen werden, wie es nicht die Mitarbeiter selber sind, die sich gemeinsam wehren. Eine konsequente Kampagne der Mitarbeiter in Supermärkten könnte diese Spitzeleien und die Arbeitsbedingungen insgesamt thematisieren. Damit könnte sie auch frischen Wind in die seit Monaten auf der Stelle tretenden Streiks im Einzelhandel für mehr Lohn bringen.


Marx
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